:: Das soziale Miteinander
So Leute, heute mal eine kurze Zwischengeschichte. Bislang wuchs der kleine Mensch ja ganz behütet im Kreise von Eltern, Omas und Opas, Onkel und Tanten und ausgewählten erwachsenen Besuchern auf. Die machen zwar alle schön Teitata und Bullibu, müssen aber doch auch alle mal klein angefangen haben. Wo sind also die anderen Menschen im handlichen Butzelmann-Format? muss sich unser Menschenjunges da doch fragen. Und mittlerweile hat er da ja auch einige andere Frischlinge kennengelernt. Unser Panther beleuchtet das mal aus sozio-kultureller Sicht...
:: Rapa als Verhaltensforscher
Nun, der Ulle gewinnt die Tour (wenn überhaupt) ja auch nicht alleine, und deswegen ist auch von radsportlichem Interesse, wenn man dem Kleinen gleich mal beibringt, dass er nicht alleine auf der Welt ist. Ich habs beim letzten mal schon angedeutet, dass er ja regelmässig mit der Menschin zur Gymnastik geht, wo er sich mit anderen Sportsfreunden ertüchtigt. Bin da nie mit dabei, ist mir zu hektisch, letztens sind die aber alle bei uns zu Hause eingefallen und statt Mittagsschlaf hab ich da dann mal zu gesehen und kann Euch ein Bild nachreichen:

Das Wohnzimmer wird zu Turnhalle.
Man sieht oben nur vier Menschenjunge, tatsächlich ist das Rudel aber viel grösser. Die Männchen sind eindeutig in der Überzahl und üben sich in diversen Fortbewegungstechniken, wobei jeder einen anderen Leistungsstand hat, ganz dem Alter entsprechend. Einzelne sind auch schon des Laufens auf vier Beinen mächtig, warum die sich überhaupt auf zwei davon zurückentwickeln ist mir natürlich ein Rätsel. Das ganze läuft übrigens völlig friedlich ab, der Kampf um das eine oder andere Spielzeug hat noch nicht eingesetzt. Ab und zu muss einer eine Auszeit nehmen, entweder wegen einer plötzlichen Heisshunger-Attacke oder äh, dem genauen Gegenteil...was oben reingeht, kommt halt unten wieder raus. Ich finde, das Rumgetobe unterstützt meinen Trainingsplan, quasi als ausgleichendes Cross-Training.
:: Die holde Weiblichkeit
Jetzt wirds aber ernst, es kommen Weibchen ins Spiel. Ich lebe ja jetzt schon etwas länger unter Menschen und habe mir ja auch ein Bild vom Miteinander der Geschlechter gemacht. Aber die folgenden Bilder sind aus wissenschaftlicher Sicht sensationell. Letztens bekam unser Schützling nämlich Besuch von einem jüngeren Weibchen und es entspann sich folgende Szenerie:

Bild 1: Neugierig beäugen sich die beiden, das grössere Männchen scheint schüchterner.
Im ersten Bild ist die Stimmung noch entspannt, das Weibchen scheint bei der Kontaktaufnahme etwas aktiver zu sein, dass Männchen blickt skeptisch.

Bild 2: Plötzlich verliert das Weibchen die Nerven...
In Bild 2 reagiert das Weibchen mit einem hysterischen Ausbruch auf die Zurückhaltung des Männchens. Letzteres scheint davon noch ungerührt.

Bild 3: Einen Moment später schlägt die Stimmung schlagartig um.
Im nächsten Bild erscheint nun auch das Männchen sichtlich erregt, während es wiederum das Weibchen zu beruhigen scheint, den Gegenpart zu einer emotionalen Reaktion provoziert zu haben.

Bild 4: Das Ende vom Lied: Gemeinsames Zetern beschliesst die Kontaktaufnahme
Das letzte Bild zeigt nun den gemeinsam erreichten Endzustand des zwischenmenschlichen Dialogs...Leute, erzählt mir was ihr wollt, aber was dieser frühkindliche Dialog über das Miteinander von Menschen-Männchen und -Weibchen aussagt, finde ich ja gleichermassen lehrreich wie bedenklich!