:: Und weiter gehts!
So Leute, es ist jetzt schon etwas länger her seit dem letzten Bericht zur Lage der Babynation, aber jetzt ist es November, die Tage sind kürzer und die Radpausen länger. Also ist auch wieder etwas Zeit zu erzählen, was sich so getan hat. Immerhin ist der kleine Mensch jetzt schon eineinhalb Jahr alt. So rein wachstumstechnisch ist gar nicht so viel passiert, die 10 kg-Marke ist gerade mal so eben überschritten. Zwar spachtelt der Kleine immer gehörig rein, dafür hat aber seine Mobilität auch um einiges zugenommen - und da werden Kalorien en masse verbrannt. Kommen wir also gleich zur Hauptmeldung: Er kann laufen!

Film ab, bitte schön!
Hihi, sag mal, Radpanther, wie ist das denn so, den ganzen Tag am Pfötchen rumgeschleppt zu werden?
:: Kommentar vom Radpanther
Als Trainer muss ich eben immer am Ball bleiben, auf korrekte Sportkleidung und die richtige Literatur achten...
:: Kultur-Programm
Bevor uns der Panther seinen sportlichen Bericht liefert möchte ich noch darauf hinweisen, dass es auch noch etwas anderes gibt als die Leibesertüchtigung! Da der Kleine grossen Spass daran hat, mit allem, was ihm in die Finger kommt, Lärm zu produzieren, lag es natürlich auf der Hand, diese Neigung musikalisch zu kanalisieren. Nach den ersten Versuchen mit dem kleinen Holz-Xylophon aus UdSSR-Restbeständen haben wir schnell schweres Geschütz aufgefahren:

Man müsste Klavier spielen können, wer Klavier spielt hat Glück bei den Frau'n...
Gut, ich gebe zu, das bisherige Opus ist etwas modern angelegt und genügt noch nicht den Ansprüchen der klassischen Kompositionslehre, aber der junge Horowitz hat in seiner frühkindlichen Sturm- und Drangperiode bestimmt auch eher unkonventionell in die Tasten gehauen. Wir verfolgen das jedenfalls weiter...
:: Sportschau vom Radpanther
Sicher, mit Musik geht alles besser. Jetzt aber zum Ernst des Lebens: Wie oben bereits geschrieben, es ist soweit, der aufrechte Gang hat sich nun durchgesetzt. Hat auch lange genug gedauert, ich hab ja schon mal gesagt, was ich davon halte, dass die kleinen Menschen erst in einem Alter laufen können, wenn der kleine Panther schon mit allen vier Pfoten voll im Dschungelleben steht. Bis aufs Rad ist es aber noch ein weiter Weg, auch wenn auch hier weitere Fortschritte klar erkennbar sind. Man sehe z.B. den folgenden hoffnungsvoll stimmenden Schnappschuss:

Cooles Ding, aber wo sind die STIs oder Ergos??
:: Radpanthers Kilometerstatistik
Kommen wir zum Menschen. Klare Erkenntnis ist, je mehr der Butzelmann drauf hat, umso anspruchsvoller wird auch sein Unterhaltungsprogramm. Und zeitintensiver. Demzufolge muss sich der Mensch ganz schön strecken, um auf seine Kilometer zu kommen. Hier mal seine Ausbeute in den vergangenen Monaten:
Mai 882 km
Juni 900 km
Juli 735 km
August 937 km
September 723 km
Ist zwar insgesamt etwas weniger als in den Vorjahren, aber noch akzeptabel. Die wichtigsten RTFen waren auch wieder dabei, dazu viele Fahrten zur Arbeit. Ein paar Kilometer weniger sind auch egal, er fährt ja eh nicht nach Trainingsplan, ob es da am Ende 6000 oder 7000 Jahreskilometer sind spielt keine Rolle. Und wenn man die erreichte Form irgendwie nachweisen will, dann war sie bei den Jahreshöhepunkten Rund um Köln, EZF in Lohne und Gevelsberg bestimmt nicht schlechter als früher, eher im Gegenteil. Also: Weniger ist mehr wenn sowieso meist nur aus Spass an der Freud blind reingekloppt wird! Gib der Regeneration eine Chance und spiel' mit dem Nachwuchs...
:: Stimmungsbericht vom Radpanther
Leider hat der Sommer auch andere Meldungen gebracht - die größte Radsportskatastrophe aller Zeiten brach mit Doktor Fuentes und seinen Blutbeuteln über uns herein. Ich habe mir dazu ja schon den Doping-Frust von der Seele geschrieben, aber da ich im letzten Bericht noch schilderte, wie hoffnungsvoll ich mich mit dem Menschenkind auf die Tour und den Ulle gefreut habe, muss ich das Thema nochmal strapazieren.

Ich zeig Euch mal ein Bild, aufgenommen unmittelbar nachdem der ganze Trümmer- haufen offenbar wurde. Sagt mehr als 1000 Worte... Da war das Geheule allerorten natürlich gross. Bei uns auch. Da kann man nur selber mal ein Zeichen setzen, dass man auch ohne Chemiebaukasten, Hormonbombe und Plasma-Zentrifuge seinen sportlichen Mann stehen kann.
:: Radpanthers Ethik-Code
Und zwar mit dem ureigensten Kraftspender aller echten Radsportsfreunde: der volle Teller Spaghetti mit Tomatensauce! Liebe Freunde, das ist ein doppeltes Vergnügen, der Bauch wird lecker voll und das rote Zeug steht bis zu den Haaren, ein herrliches Gematsche!

Mehr! Mehr! ich will mehr!!
Hihi, ich kann mir das ja aus sicherer Entfernung ansehen, die Menschen sehen die Mampfeskapaden ihres Sprösslings natürlich mit einem lachenden und weinenden Auge, während im Hintergrund schon wieder haufenweise Putzlappen präpariert werden. Und danach gibts einen kräftigen Schluck Ziegenmilch:

Milch macht müde Radsportler munter.