| :: Im Breisgau 2005 |
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Eigentlich hatten wir die Saison 2005 schon beendet, da kam es noch zum Familienurlaub am Kaiserstuhl, in Wasenweiler bzw. Ihringen. Der Mensch kannte die Gegend noch gar nicht und wäre fast ohne sein Rad dahin gefahren - und das wäre ganz bitter gewesen! Denn ich nehms mal vorweg: Der Urlaub geriet zum radsportlichen Highlight allererster Kajüte, dazu ein goldener Oktober wie aus dem Bilderbuch, Sonne satt und kein Tropfen Regen. Zum Glück passte sein zerlegtes Trekrad samt Laufrädern doch noch irgendwie zwischen das Restgepäck und kam bis auf ein ramponiertes Lenkerband auch heil am Ziel an. Dann konnte der Spass beginnen...
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| :: Der Kaiserstuhl |
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Klingt ein bisschen komisch, ist aber eine geile Sache! Der Kaiserstuhl ist eine Erhebung am Oberrhein, irgendwie vulkanischen Ursprungs (näheres könnt ihr unter den unten angegebenen Links nachlesen) und zwischen Rhein, Freiburg und der Autobahn A5 gelegen, naja, so grob etwa. Vom Satellit siehts etwa so aus, ich hab mal ein paar Dörfchen eingezeichnet.
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Man sieht schon deutlich die Bergformation, höchste Erhebung ist der Totenkopf mit etwa 550 m, die Orte am Rand liegen alle so etwa auf 200 m. Mit dem Rad kam man immer so auf 400 hoch, aber über knackige Anstiege, geht kaum mal ohne eine Stelle deutlich über 10% ab. |
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Muss den Menschen ein echtes Kompliment machen: Die haben aus dem Gelände nämlich eine prächtige Radrennstrecke gebaut, eine Achterbahn des Glückes. Lauter schöne Strässchen von Ort zu Ort oder direkt knackig durch die asphaltierten Wirtschaftswege durch die Weinberge, immer bergauf-bergab, verkehrsarm und ruhig. Kein Wunder, dass "uns Ulle" da in Merdingen lange Zeit gelebt hat, so ein Radrevier gibts selten! Apropos Ulle...
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:: Tip vom Radpanther |
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Wie gesagt, wir hatten gar keinen Plan von der Gegend. Da haben wir uns kurzerhand das Ulle-Buch Jan Ullrichs Lieblingsradtouren durch den Schwarzwald bei ebay besorgt. |
Ehrlich, ich hab' ja immer gedacht, das wäre ein Radwanderbuch für Oma und Opa, aber Pustekuchen. Die Touren, die der Champ da vorstellt (ich glaub' jetzt mal, dass er nicht nur seinen Namen dazu gegeben hat...), sind echte Knaller, mal eben 230 km mit 5000 Höhenmeter über alle Schwarzwaldgipfel, Fahrzeit auch angegeben für einen 35er-Schnitt, da muss sich der Ulle ja selber strecken! Sehr nett gemacht, mit Karten, Bildern, kleinen Tourenkärtchen für unterwegs und vielen Kommentaren. Danach haben wir uns unsere Touren zusammengestellt, waren schöne Anregungen dabei. Man sollte aber eine ergänzende Strassenkarte dabei haben. Ich blätter jetzt noch gerne drin drum...
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| :: Vom Wettergott gesegnet |
| Habs ja schon gesagt, wir hatten geiles Wetter. Von Westen her halten nämlich die Vogesen schlechtes Wetter ab, vom Süden die Höhen des Schwarzwaldes. Weiss ja eh jeder von der Wetterkarte, die Gegend um Freiburg kommt eigentlich immer am besten weg. Ende Oktober waren wir da nachmittags in Kurz unterwegs, für die Berge über 1000m 3/4-Hose und die Windweste für die Abfahrten. Naja, wird auch nicht immer so sein... |
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| :: Die erste Tour |
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Wir konnten die Füsse am ersten Urlaubstag nicht still halten und haben uns gleich die erste Runde aus dem Buch Über den Texaspass rausgesucht. Den haben wir dann nach einigen Irrungen über die Weinberge auch gefunden, liegt zwischen Kiechlinsbergen und Oberbergen.
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Blick auf den Texaspass bergab Richtung Oberbergen. Im Hintergrund der Totenkopf mit Sendemast. |
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Wir sind ihn von der härteren Seite gefahren, von Kiechlinsbergen beginnt der Anstieg mässig, wird dann immer übler und landet irgendwann bei 15%. |
Bergwertung am Texaspass, Stelle "Am Eck", die 12% für die Abfahrt reichen nicht ganz... |
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Bei der Regio-Tour wird der Pass traditionell von Oberbergen aus angefahren, meist gleich mehrmals als Teil einer Runde (z.B. 2005 sechsmal). Solche Anstiege gibts da einige und ein typisches Profil sieht dann ungefähr so aus:
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Typisches Zackenmuster einer Kaiserstuhlrunde, wenn man einige Rampen mitnimmt. |
| Eine sehr schöne Aussicht hat man z.B. auch von der Mondhalde, die man von Bischoffingen aus durch die Weinberge erreicht. |
Der Mensch rollt durch die Weinberge. |
Kein Zweifel, hier kann's der Radsportfreund aushalten! Und es sind auch haufenweise Kollegen unterwegs, man muss auch nicht unbedingt jeden Hügel mitnehmen, zwischen Kaiserstuhl und Freiburg oder Richtung Frankreich vor den Vogesen gibts genug flaches Terrain, um einfach nur schön dahin zu radeln. Da kann man dann die Beine und Seele baumeln lassen! Wer mehr wissen will, der kann mal hier nachlesen:
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