:: Gran Canaria
Ein ganz interessantes Terrain ist auch Gran Canaria. Man steht irgendwo am Meer, schaut Richtung Landesinneres, sieht wolkenverhangene Berge, steigt auf sein Rad, nimmt ein paar Steigungen und findet sich irgendwann fast auf 2000 Meter Höhe wieder. Dabei rätselt man ständig, warum soviele Leute lieber am Strand rumhängen und aufgereiht wie die Grillhähnchen vor sich hinbrutzeln.

Vom Strand auf 2000m Höhe
:: Eine Insel
Weil eine Ferienwohnung im Bekanntenkreis verfügbar war, quartierten wir uns Mitte September mitten in Playa del Ingles ein. Fahrräder wollten wir uns vor Ort leihen, Möglichkeiten gabs gleich mehrere, wir landeten schliesslich bei Happy Biking. Zunächst stellten wir fest, dass es auch Mitte September ab 12 Uhr Mittags noch unendlich heiss sein kann, der Strand bei nachlassender Packungsdichte des internationalen Publikums frühestens ab 18:00 Uhr Erholung bietet und von benachbarten Kitschbasar-und Prolo-Party-Zentren (speziell "Kasbah") bis spät ind die Nacht Lärm ausgeht.
:: Strand, nein danke!
Grösste Nervensäge war eine unaufhörlich Bontempi-orgelnde Einmann-Band, die mit stark begrenztem und sich daher dauernd wiederholendem Repertoire Klassiker wie "Schneewalzer" und "Ententanz" zum Besten gab. Früher in der Urlaubssaison soll es noch schlimmer sein. Jedenfalls stand gleich fest: tagsüber die Stadt sofort verlassen und ins unendlich schönere und ruhigere Inselzentrum flüchten. Strand dann nur im Mondschein am kühlen Abend.

Typisches Insel-Ambiente
Gleich am ersten Tag stand im Mietwagen eine Geländeerkundung, mal sehen ob die Strassen das halten, was die Karte versprochen hat. Es ging gleich mal hoch zum Pico de las Nieves, dem mit 1951 m höchsten Punkt der Insel. Die Fahrt schien sich unendlich hin zu ziehen und als wir endlich oben angekommen waren schien es mir unmöglich, diese Srecke auf dem Rad zu bezwingen, das ganze mit Rennradübersetzung anzugehen hatten wir uns direkt abgeschminkt. Also schön, wir haben uns also Mountainbikes ausgeliehen und haben zur Einstimmung erstmal eine Geländetour in Angriff genommen. Tja, da fehlte dann etwas die Offroad-Routine und wir stiegen mehrmals etwas unelegant vom Rad. Ganz lustig, aber insgesamt auf Dauer etwas nervig, also gings danach wieder auf die Strasse. Dabei gabs immer nur eine Richtung, weg von der Küste, hoch ins Gebirge. Der Strassenverkehr wird fast nur auf den Küstenstrassen abgewickelt und da macht das Fahren nicht so den richtigen Spass, uns zumindest. Also ging es immer in die Gegend um Fataga, San Bartolome di Tirajana und Tejeda ---> weiter.