:: HEW Cyclassics 2004

Wie es im Jahr 2003 bei unserer Premiere abgelaufen ist habe ich ja schon geschrieben. Hier also die Erlebnisse und Eindrücke aus dem Folgejahr.
:: Das Drumherum
Nachdem der Mensch erstmal seine Maschine mit weissem Sattel und Lenkerband etwas aufgemöbelt, das Rad insgesamt poliert und sich nach langem Hinundher für die soliden Standard-Laufräder entschieden hatte, konnte es los gehen. Die A1 war nicht ganz so voll wie im letzten Jahr, nur die üblichen Baustellen brachten den Verkehr ins Stocken. Trotzdem waren wir pünktlich im Hotel, wo wir als allererstes über zwei Giant-Räder im T-Mobile-Look stolperten, die da vor dem Fahrstuhl rumstanden - waren die Trainingsräder von Ulle und Klödi, die dort samt Trainingsrollen abgestellt waren.

Boah, wer kommt denn mit den hässlichen Rädern.....äh...uiii!
Klödi selber kam uns nach dem Einchecken entgegen, meine Güte, im Fernsehen wirken die alle viel grösser, voll der Strich in der Landschaft der Typ! Danach haben wir uns dann an der Alster erstmal angemeldet. Der Mensch kam in Block "I" zu stehen, die Menschin in "J", naja, ein ganz schöner Sprung nach vorne. Auf dem Rückweg haben wir dann bei den Teambussen vorbeigeschaut, dort standen dann auch die Wettkampfräder unserer Tour-Helden.

Lightweigt oder Campa Bora?
:: Die Startaufstellung
Neben den vier Protagonisten aus dem Vorjahr trafen sich dann bei bestem Wetter in Block "N" (meine Menschen reihten sich also weiter hinten ein) noch die Mallorca-Mitstreiter SAP-Jürgen, Pizza-Martin und Zweirad-Thorsten. Die Zielsetzungen waren ganz unterschiedlich: Während die Menschin sich mit der 115km-Strecke begnügen wollte, liess sich der Mensch die lange Distanz offen, eigentlich war ihm aber das Tempo wichtiger und ich dachte mir schon, dass er eher auf den ersehnten 40er-Schnitt fahren würde. De-Rosa-Jan schien auch noch leicht unentschlossen, während die anderen Jungs alle 170 fahren wollten.

Meine Menschin auf der Köhlbrand-Brücke
:: Die ersten Kilometer
Mit den Erfahrungen vom letzten Jahr geht es etwas verhaltener los, denn auch dieses Mal fliegen an den ersten Strassenunebenheiten die Trinkflaschen durchs Peleton. Aber zunächst passiert nichts weiter schlimmes, unsere Mitstreiter bleiben immer in Sichtweite, wenn auch in verschiedenen Gruppen, die einander immer wieder begegnen. Erst Richtung Bergedorf setzen sich Jürgen, Peterchen und Mensch etwas nach vorne ab. Kilometer 30 wird hier nach 44 Minuten erreicht.
:: Technischer K.O. und Attacke
Mittlerweile häufen sich doch die Bilder gestürzter Fahrer am Wegesrand, ab und zu ist auch Polizei und ein Rettungswagen zu sehen. Was wir gar nicht mitbekommen: hinter uns wird Pizza-Martin in einen Sturz verwickelt, kommt zwar nicht selber zu Fall, findet aber plötzlich einen fremden Lenker in seinem dadurch demolierten Hinterrad. Er muss das Rennen im Besenwagen beenden. Menschin und Thorsten beobachten die Szene, bleiben aber unbehelligt. Bei uns geht dafür die Post ab: Der Mensch springt auf einen schnellen Zug auf, bei dem er bei Tempo 45 schon Schwierigkeiten hat, dran zu bleiben. Peterchen und Jürgen verzichten darauf, bei dieser Tempohatz die für die 170km nötigen Körner zu verballern und bleiben bei ihrem Tempo. Junge, da wurde mir manchmal etwas mulmig im Täschchen, da schon wieder Rettungswagen unseren Weg säumten und wir das hohe Tempo ganz links aussen auf der Überholspur weiterprügelten - bis zum Elbdeich hinter Winsen (die Verpflegungsstelle wird natürlich ignoriert).
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