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Und es wird wieder richtig feucht und neblig, die Helmpflicht wird fallengelassen. Der Rucksack wird ihm auch immer lästiger, jedenfalls brabbelt er sowas. Irgendwie werden wir immer langsamer, 10km/h, 9km/h, 8km/h...Wie sich später zeigt, beträgt die Steigung auf den letzten 10km zum Gipfel im Schnitt 8%, die Kurven sind nochmal etwas steiler. Zwei Wanderer kommen uns entgegen, das Mitleid steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Ansonsten hört man nur noch das Rascheln der ständigen Begleiter im Gebüsch, Geckos, die auch mal über die Strasse huschen.
|  Zu Fuss schneller als wir auf dem Rad. |
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Bei 1000 Höhenmetern kommt die nächste Pause, mitten im Nebel. Nach ein paar Minuten gehts frisch weiter, allerdings hält die Frische nur bis hinter die nächste Kurve. Jeder Höhenmeter wird gezählt. Ab 1200 Meter sind wir wieder über den Wolken und bekommen wieder die Sonne ab, das nagt auch nochmal an der Substanz. Wir fahren jetzt stramme 7km/h, im Grunde wären wir zu Fuss schneller. Boah, die paar Meter wird er doch wohl noch schaffen!? Dazu klagt er jetzt über den fremden Sattel, der Hintern tut weh, er fährt immer wieder ein paar Meter im Stehen, um sich dann wieder entkräftet fallen zu lassen. Aber dann ists endlich geschafft, mitten im Pinienwald gehts plötzlich bergab. Bevor die lange Abfahrt dann so richtig einsetzt gibts nochmal eine Pause, trockene Klamotten anziehen, eine Banane mampfen und die restlichen Wasservorräte aufbrauchen. Von der anderen Seite kommen auch drei wackere Radsportler gerade nach oben, sehen auch nicht direkt glücklich aus. Egal, jedenfalls gehts dann in die verwinkelte Abfahrt, meine Güte, bergab erkennt man so richtig, wie man sich auf der anderen Seite hat hochquälen müssen! Irgendwann gehts dann auf die Hauptstrasse Richtung El Paso, wo an einer Tankstelle dann noch mal Wasser für die letzten Kilometer gekauft wird. Ein kurzes "Asta luego, muchachos" und schon gehts auf die letzten Kilometer und rasant wieder hinab nach Puerto Naos. Am Ende kommen 101 km dabei rum, dazu noch 2100 Höhenmeter.
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| :: Ruhetag |
Nach der Tour gabs erstmal einen Ruhetag im Mietwagen. Wie man sieht gabs dabei nicht nur viel Natur zu sehen, sondern auch lustiges am Wegesrand - tja, das hätte der Mensch wohl gern. Sowas wie "El Miguel" oder "El Roberto" gabs aber nicht. Im Norden der Insel konnten wir auch schon mal einen Blick hinauf zum vernebelten Gipfel des Berges aller Berge werfen... |
| :: Tour 2 - Roque de los Muchachos 46 km 2200 hm |
| Das sollte ja jetzt die Königsetappe werden, wann hat man schon die Gelegenheit, vom Meer auf über 2400m Höhe zu fahren! Jedenfalls stand nach den Erfahrungen der ersten Tour fest, dass von Anfang an strikt aufs Tempo geachtet wird, um nicht zu überpacen: es standen schliesslich etwa 40km mit einer durchschnittlichen Steigung von 6% bevor! Und bei so einer Klettertour hat der Mensch natürlich seine Pantani-Klamottem angezogen, Ehrensache!
Zum Glück konnten wir die Menschin dazu gewinnen, den Begleitwagen zu fahren, die hat uns dann unterwegs mit Wasser versorgt und ist zwischendurch Wandern gegangen, selber wollte sie sich den Spass nicht antuen. Zuerst hat sie uns nach Mirca gebracht, das sparte schon mal 300 Höhenmeter und stärker befahrene Strassen. Dann gings aber los!
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 Blick von Roque Faro hinauf zum Gipfel - tolle Landschaft! |
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Am Anfang gings noch durch bewohntes Gebiet und nach 3km durchfuhren wir wohl das Revier eines Hofhundes, der dann auch gleich die Verfolgung aufnahm. Uii, da hat der Mensch aber plötzlich reingetreten, das war mal echtes Lance-Tempo! Zum Glück war der Köter dann auch zufrieden, bevor der Mensch vom Rad gekippt ist, der hat bestimmt die nächsten 3km gebraucht, um sich zu erholen! Dabei hätte er ja nur die Katze, äh mich, aus dem Sack lassen müssen, ich hätts dem Hündchen schon gezeigt!
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 Und schon geht die Reise los. |
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Jedenfalls setzt dann schon bald die Dschungel-Vegetation ein, die dann irgendwann in Nadelwald übergeht.
Die Strassen sind erstklassig und Autos gibts hier auch so gut wie nicht. Und die Steigung ist ganz gleichmässig, fährt sich viel flüssiger als der Anstieg nach Pilar, was nicht heissen soll, dass der Mensch jetzt schnell war, mehr als 10 km/h wars nur selten.
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 Tolle Strasse windet sich durch den Wald. |
| Am Rastplatz Fuente de Olen (1600m) treffen wir dann die Menschin und machen einen Verpflegungshalt. Während um den Pico de la Nieve ein paar Leute mehr zu sehen sind, machen wir uns daran, die Waldzone wieder zu verlassen, weil es an die 2000m-Marke geht.
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