:: Rund um Koeln 2004
Ich war ja leider krank zu Hause mit Katzenschnupfen und habs mit meiner wegen Verletzung pausierenden Menschin am Fernseher miterlebt (hab alles gesehen..Toll, Ete! Ulle kommt aber noch in Form...). Deswegen lass ich mal den Mensch zu Wort kommen, er hat auch Bilders gemacht.
:: Im Grupetto nach Blecher
Pünktlich um 10 Uhr trafen sich also sieben Sportsfreunde zum österlichen Ausflug zum Rennen "Rund um Koeln", mit dabei "Hilden-und-Umgebung"-Prominenz aus dem Tour-Forum, Hendrik "From-dusk-til-dawn" Hemmler, "Bandscheiben"-Peterchen, "Deichkind"-Bernie sowie meine "Klettermaxe"-Wenigkeit. Lili (Damen-Eliterennen) und Karsten Böhme (Jedermann-Rennen) mischten mit starken Leistungen Wettkampf-mässig vor Ort mit. Komplettiert wurde das Feld durch erfahrene RTF-Mitstreiter aus Düsseldorf (Monika und Thorsten) sowie einem Abgesandten der Kettwiger Radsportfreunde. Jedenfalls war das Wetter exzellent, morgens noch frisch, aber kaum eine Wolke am Himmel und am Nachmittag wurde richtig geschwitzt.

Ausflugsgruppe wartend in Blecher
Zunächst musste das Feld erstmal zur Bergwertung nach Blecher geführt werden, dazu gings zur Wupperaue in Solingen und dann wie gewohnt weiter nach Witzhelden und Hilgen. Angepeilt war mit Rücksicht auf eventuelle Formrückstände und das stetige Bergauf eine Fahrtzeit von 90 Minuten für die 36km bis Blecher, die aber locker unterboten wurden. Also war vor dem Eintreffen der Profis noch ein eigenrädriges Abfahren der Bergwertung drin. Hierbei ging Hendrik in die Rangliste ein. Dann hiess es eine sonnige Kurve suchen und auf die Hubschrauber warten, die das Feld ankündigen. Und zack war es auch schon vorbei, angeführt von einer vierköpfigen Gruppe, knapp dahinter aber leicht zu erkennen Zabel und Ullrich.

Zuerst kam der Ete (weisses Trikot mitte)..

...und dann der Ulle (auch mittig).
:: Bier und Sonne
Am Altenberger Dom passierte gerade das Jedermann-Feld die Strecke, das jedoch schon soweit auseinander gezogen war, dass der abriegelnde Polizist weit vor dem Besenwagen die anderen Fahrer auf die Strasse liess (Karriere ade!) und wir mit den Wettkämpfern die Steigung nach Neschen angehen konnten. Eine kleine Abordnung testete zunächst das lokale Bierangebot, während die anderen die Sonne genossen. Rechtzeitig zur Passage des Feldes waren wir aber wieder in einer geeigneten Kurve. Dort kam zuerst eine Spitzengruppe mit Markus Fothen und Jens Heppner vorbei, gut zwei Minuten später dann der Rest vom Schützenfest.

Ulle auf dem Weg nach Neschen
Tja, das wars auch schon mit den Helden. Wir gönnten uns ebenfalls nochmal den Anstieg nach Neschen, nicht zuletzt wegen der schönen Abfahrt über Scheuren nach Odenthal. Danach gings nochmal den Blecher hinauf (was nicht allseits für Jubel sorgte), wobei auch Peterchen eine Zeit zu Protokoll gab. In Witzhelden gabs einen letzten Versorgungs-Stop, wobei Bernie erstmal gemütlich einen Stuhl belegte und Kontakt zu einer Dorfschönheit aufnahm. Er zeigte also nicht nur am Berg Cippollini-Qualitäten, sondern erwies sich auch abseits des Sports als Pedaleur-du-Charme!

Pause, nicht sesshaft werden!
Die restlichen Kilometer waren dann die Abfahrt nach Leichlingen und der Weg entlang am Rhein (Gegenwind!) über Monheim, Baumberg und Urdenbach. Zuletzt kam ich dann auf 102km bei 840hm, die anderen entsprechend mehr wegen der längeren Anfahrt. Fazit: meine Winterjacke war bei 16° ziemlich durchgeschwitzt und die Muskulatur lechzte krampflüsternd nach Flüssigkeit. Held des Tages war für mich Deichkind, der nach fast zweijähriger Abstinenz gleich ein Comeback über 100 km gegeben hat, sich trotz Formrückstandes immer mühte und auf dem besten Weg zu alter Form zu sein scheint! Auch Peterchen ist deutlich besser drauf als letztes Jahr, warum er aber bei dem Wetter wieder mit der Cube-Blechdose statt Carbonmaschine antrat, ist mir ein Rätsel. Und den Blecher-Rekord von Hendrik greifen wir demnächst auch noch an! (mehr Bilder)