| :: Rund um Koeln 2005 - Schluss mit lustig! |
Dieses Jahr gabs kein "gemütliches Zum-Blecher-Rollen und mal gucken, was die da so treiben"; diesmal hiess es, selber reintreten! Wir hatten und schnellst möglich für die 100er-Runde angemeldet - wenn schon, denn schon - und das Training konsequent auf den frühen Saison-Höhepunkt ausgerichtet... ehrlich gesagt, haben wir auch nicht mehr gemacht als sonst, wegen des miesen Wetters vor allem im Februar höchstens etwas mehr im Rollenkeller rumgeturnt. Als längste Ausfahrt hatte wir eine 86km-Runde zu Buche stehen, die hatte uns aber wenigstens direkt auf die offizielle Strecke um den Altenberger Dom geführt, wo wir einen der kritischen Anstiege im besten Lance-Stil zuvor abfahren wollten. Leider ging die Strecke dann dort aber gar nicht lang. Jedenfalls war ich ein bisschen skeptisch, ob der Mensch mit der etwas mangelhaften Vorbereitung genug Form mitbringen würde, um den geforderten Schnitt von 28 km/h über die mit knapp 1000 Höhenmetern versehene Strecke zu schaffen. Er war da allerdings optimistisch und meinte, mit der rheinisch/bergischen Publikumsunterstützung und Gruppenfahrerei wäre das eigentlich kein Problem, nach Schloss Bensberg würde es ja nur noch lang gezogen nach Köln runtergehen...
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| :: Startvorbereitungen in Köln |
| Nachdem wir uns zu Ostern noch bei der Menschen-Verwandtschaft im platten Norddeutschland gemütlich eingerollt hatten, brachen wir am Ostermontag mit der ganzen Ausrüstung nach Köln auf.
Das beste: kein Regen! Nicht gerade warm, aber trocken. In der Nähe des Messegeländes in Köln irrten wir mangels Ausschilderung der Anmeldung kurz durch Deutz, fanden dann aber noch den richtigen Abzweig und einen guten Parkplatz. Auf dem Weg zur Anmeldung trafen wir noch Karsten Böhme, der mit seinen Mettmanner Mitstreitern das Feld aufrollen wollte. Die Anmeldung ging ratz-fatz, neben dem üblichen Beutel Krimskrams (Trinkflasche, Schmatzriegel und Gummibärchen) gabs Startnummer und Transponder zum am Fuss befestigen.
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Kurz nach dem Start in Leverkusen - rechts mein Mensch. |
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Neben uns parkte ein kompletter Scott-Mann, Trikot und Hose von Scott, dazu CR1-Vollcarbon-Schleuder, auch jedes Teil aus Carbon, Ksyrium-Laufräder, na wenigstens die hatten wir auch! Trotz des exzellenten Materials wollte er aber nur die 60er-Strecke fahren - kurze Verabschiedung und gegenseitiger Glückwunsch und wir rollten gen Leverkusen zum Start. Das war ganz gemütlich, gut ausgeschildert und verkehrsarm. Bis zum Start hat der Mensch dann noch ungefähr zwölf mal das Revier markiert. Und da standen sie dann auch schon! Allmächtiger - was die da ein Material aufgefahren haben, habe da zum ersten mal beim Hobbyfahrer Leitis gesehen!
Dazu wurden wir mit Mucke vollgedröhnt und vorne ging schon das Gedrängel um die besten Positionen los, wir haben uns mit Startnummer 522 hinten im 2. Block einsortiert, insgesamt hatten sich wohl so knapp 800 Fahrer für die lange Strecke angemeldet.
Ganz vorne stehen einige Teams mit Siegambitionen, der Mensch steht Mannschafts-technisch erstmal allein auf weiter Flur, seine Kollegen hatten ja alle irgendeine Ausrede: Angst vor Regen, Angst vor Stürzen, Marathon-Training, komplettes Formtief, Sitzpickel, Hühneraugen und was weiss ich noch alles. Tja, und dann gings pünktlich los, 2 Minuten nach dem ersten Block und für mich hiess es, ab in die Rückentasche und sehen was passiert.
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