:: Rund um Koeln 2006 - Der zweite Versuch
Diesmal war der Termin mitten im April und entsprechend war auch das Wetter: Regnerisch und kühl, insgesamt unbeständig. Also kam auch dieses Jahr das Trek-Rad zu Ehren, mittlerweile aber zum Schlechtwetterrad degradiert. Dazu noch mit Schutzblech versehen. Am Parkplatz in Köln war es zwar von oben trocken, aber die Freude hielt nicht lang, denn schon auf dem Einrollweg nach Leverkusen begann es zu nieseln. Glücklicherweise gab es in der Wartezeit vor dem Startschuss eine Regenpause, irgendwie hatte es der Mensch geschafft, diesmal im ersten Block zu stehen. Während des Rennens regnete es aber immer mal wieder, und so war eine kontinuierliche Befeuchtung von oben, unten und vorne immer garantiert.
:: Von Leverkusen nach Wermelskirchen
Eigentlich war der Plan, diesmal nicht gleich auf den ersten Kilometern alle Körner zu verballern, aber sobald die Meute erstmal losgelassen ist, gibts ja kein Halten mehr. Es geht auf den ersten 34 km knapp 500 Höhenmeter immer in Wellen in Richtung Wermelskirchen und das kostet, die Beine werden da schnell schwer. Sowohl in Wermelskirchen als auch knapp dahinter in der Gegend um Buchholzen ist die Strecke gegenüber dem Vorjahr leicht verändert In den Regionen vom Mensch finden sich die ganzen Einzelkämpfer wieder, die Spitze ist natürlich längst entfleucht. Erst um Dabringhausen kurz vor der Abfahrt zum Altenberger Dom findet sich eine Gruppe Gleichgesinnter, die gemeinsam nach Odenthal rollt und einigermassen funktioniert.
:: Streckenzusammenführung in Odenthal
Am wohlbekannten Kreisel dort passierts, das 100er-Feld trifft auf die 60er! Oder genauer: Die mittlerweile versprengten 100er-Fahrer gehen in der Masse der 60er rettungslos unter. Plötzlich kommt man sich in der radelnden Menschenmenge vor wie in Hamburg bei den Cyclassics. Zunächst geht das noch, doch im Anstieg nach Scheuren herrscht Stop&Go und selbst der Mensch hätte hier noch schneller fahren können und wollen. Richtung Bechen entspannt sich die Situation und auf der folgenden Bergab-Passage rollt es wieder ganz gut. Auch der knackige Anstieg nach Sand ist noch fahrbar, allerdings macht sich beim Mensch das mangelnde Bergtraining bemerkbar und er eiert da ganz schön hoch.
:: Fussmarsch in Bensberg
Jetzt kommts aber...am traditionsreichen Schlossberg in Bensberg strömen einfach zu viele Fahrer auf den engen nassen Kopfsteinpflasterweg, so dass es hier heisst: Absteigen und Schieben, und das vor den vielen Zuschauern! Und auf den Klickies kommt man auf dem Pflaster auch nicht gerade gut vorwärts und so verlieren wir hier 4 Minuten mit einer kleinen Wanderung. Schicksal - wer am Koppenberg zu spät und ins Gedrängel kommt, muss ja auch latschen.
:: Schlussspurt
Das ganze hat aber den Vorteil, dass nun sehr viele der aufgestauten Fahrer gemeinsam auf die letzten Kilometer Richtung Köln strömen und sich hier im Gegensatz zum letzten Jahr bequem Gruppen bilden. Und da wird nochmal Tempo gemacht, ohne Rücksicht auf die nassen Strassen. Aber wir haben Glück und kommen ohne Malheur durch:

Ergebnis (106 km, 900 hm):
Zeit 3h 15:52 min
Gesamtplatz 615


Diesmal waren etwa 1200 Starter auf der 100er-Strecke gemeldet.
:: Panthermeinung
Trotz des miesen Wetters war es wieder eine Gaudi. Dass wir nie vorne mitmischen können ist eh klar, aber dabei sein ist hier schon ziemlich alles. Nervig war wirklich die Streckenzusammenführung, da platzen die Anstiege aus allen Nähten und man verliert enorm viel Zeit für die eigene Abrechnung. Und keiner der Fotografen hat diesmal ein Bild von uns gemacht...

Das Profil der 2006er-Strecke.