:: Radsport-Physiologie
Anaerobe Glykolyse, IANS, Laktatbildung, schnelle Muskelfaser, Fettstoffwechsel...es gibt beliebig viele Begriffe aus Medizin, Biologie und Physiologie, die dem interessierten Radsportler über den Weg laufen und im Normalfall für viel Verwirrung sorgen. Dem versuchen wir mal abzuhelfen (mit dem Risiko, nur noch mehr Verwirrung zu stiften)!
:: Kommentar vom Radpanther
Ich wusste es doch...irgendwann kann er die Finger nicht von diesem Bio-Physio-Kram lassen. Warum muss ich denn das auch noch alles wissen und gilt das auch alles für Raubkatzen?
Kann ich dir sagen! Jeder weiss genau, wie er seine Schaltung einstellt, Mäntel wechselt, Gabeln zurecht sägt, welches Rahmenmaterial warum am besten ist, wie man Innenlager tauscht und und und. Aber wie die eigene Maschine funktioniert, das liegt doch reichlich im Nebel, oder kannst Du mir die Begriffe von oben erklären? Autorennfahrer wissen doch auch darüber Bescheid wie Motor, Bremse und Fahrwerk funktionieren, sonst könnten sie ihr Gefährt ja gar nicht ausreizen. Und so sollte es dem Sportler doch auch gehen! Und so lang Du ein Säugetier bist, gilt das auch alles für Dich, was für den Mensch gilt.
:: Kommentar vom Radpanther
Ist ein Argument, aber das ist doch alles schrecklich kompliziert mit dem Organismus, durchblicke ich eh nicht.
So schlimm ist das gar nicht, man darf sich da nur nicht von den Begriffen einschüchtern lassen. Ein bisschen gesunder Menschen..äh..Pantherverstand reicht da bestimmt aus, um die wesentlichen Zusammenhänge zu verstehen. Wirst schon sehen, die Natur hat sich da ein sehr stimmiges Konzept für uns ausgedacht.
:: Radpanther asks Questions
Dann stell ich einfach mal meine "RAPAQ" zum Thema, Fragen hab ich eigentlich genug:
Na, willst ja doch ne ganze Menge wissen...
:: Bücher
...gibts natürlich ohne Ende, z.B. diese hier:
Die englischsprachigen sind sehr modern und praktisch geschrieben, Neumann ist eher wissenschaftlich theoretisch.
:: Quellen im Netz
Das Netz ist eine unerschöpfliche Quelle zum Thema. Viel geschriebener Text unterschiedlicher Qualität und vor allem viele schön gemachte Animationen, die einem die Vorstellung von den oft komplexen Vorgängen im Körper sehr erleichtern. Einige Seiten haben wir als Link angegeben. Viele gute Artikel zum Thema Stoffwechsel und Sportmedizin hat z.B. Kurt A. Moosburger verfasst.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Animationen zum Thema Zellstoffwechsel, die man unter cells.de findet. Hinter der Adresse verbirgt sich die IWF Wissen und Medien GmbH. Unter dem Link Medienarchiv findet man dort wirklich exzellent animierte und kommentierte Darstellungen zu fast allen biologischen Vorgängen und Objekten des Zellstoffwechsels, die uns im folgenden über den Weg laufen. Aber aufgepasst: Die Filmchen sind recht umfangreich und man braucht für den Genuss schon eine gute Netzverbindung...aber es lohnt sich. Wollen wir mal hoffen, dass die Links auch erhalten bleiben!
:: Übersicht
Gehen wir das Thema wie folgt an:
:: Anmerkungen
Weder die Medizin noch die Trainingswissenschaft sind exakte Wissenschaften, in denen man alles auf Heller und Pfennig genau ausrechnen kann. Zwar sind viele chemische Reaktionen, die den biologischen Vorgängen zu Grunde liegen, unter Laborbedingungen genau kalkulierbar, im menschlichen Körper unterliegen sie aber komplexen und kaum exakt fassbaren Rahmenbedingungen. So wird beispielsweise bei der zentralen Hydrolyse von ATP (Erklärungen folgen) unter isolierten Bedingungen eine Energie von 31 kJ/mol frei, im Gewebe aber etwa 50 kJ/mol. Zumindest wird dies in der Literatur von vielen Autoren so angegeben, andere arbeiten weiter mit dem kleineren Wert. Rechnungen (z.B. bei der Abschätzungen des Wirkungsgrades der Maschine Mensch) sind also immer mit gewisser Skepsis zu sehen und eine angemessen Unsicherheit der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, wobei die Grössenordnungen natürlich stimmen. Wir verzichten auch auf eine strenge Vorzeichenkonvention für Energiebeträge ("-" für exergone Prozesse, "+" für endergone) und sprechen auch nur von "Energie" (und nicht von Enthalpie, frei Enthalpie, H, G und was uns die Thermodynamik noch für schöne Dinge beschehrt) und sagen einfach dazu, ob Energie frei wird oder verbraucht wird...
:: Radpanther bedankt sich
Danke, das ist ja nett von dir...
...und wir benutzen als Energie-Einheit immer das Kilo-Joule = 1 kJ = 1000 J
  • 1 kJ = 0,24 kcal
  • 1 kcal = 4,19 kJ

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